Archiv

 

Hallo meine Lieben.

 

Heute ist der 12.06.2007 und in 14 Tagen werde ich die schöne Heimat verlassen um ins ungewisse Indien aufzubrechen.

Mehrere Monate intensiver Planung liegen hinter mir, angefangen von einem ersten E-Mail Kontakt, mit dem Miltärattachee´ an der deutschen Botschaft in Neu Delhi, Anfang Januar, bis hin zu langen Telefonaten mit dem Sekretär der Botschaft.
Tja und mittlerweile habe ich eine 3-Zimmer Wohnung in Neu Delhi, übrigens meine Erste eigene, einen tollen, neuen und biometrischen Reisepass, 6 Impfungen gegen Typhus..., ein Visum für Indien und meine Flugtickets.
Heute durfte ich auch meine erste Malariatablette einnehmen, welche einige unerhebliche Nebenwirkungen hat:

" ...können während der Einnahme von Lariam psychische Veränderungen
wie akute Angst, Depressionen, Halluzinationen, Paranoia, Unruhe oder Verwirrtheit auftreten..."

" ...wurde über seltene Fälle von Neigung zu Selbstmord und
Selbstmord berichtet..."

Na dann Prost Mahlzeit!!!

4 Kommentare 12.6.07 23:19, kommentieren



 

Namaste aus Neu Delhi!

 

Seit fast 2 Tagen bin ich jetzt im schönen Indien-Neu Delhi und es ist einfach nur krass!!!

Aber ganz von Anfang an. Es ist Montag morgen 8h und ich sitze im schönen Linienjet von FinnAir auf dem Weg nach Helsinki. Glücklicherweise ist dieser nicht ganz voll und ich habe eine Sitzreihe für mich allein. In Helsinki sind es geschlagene 11Grad und Regen, herrlich. Als ich dann in den großen Airbus einchecken will, zieht mich eine nette Stuardess bei Seite und sagt mir, "we have a litle Problem with your reservation Sir... but now you're upgraded to Buisness Class". Das heißt, Ligestuhl mit 2 Fernsehern, eigene Sitzreihe, eigene Stuardess, Champaner, 3-Gänge Menü und rundum Service, der absolute Hammer.

In den letzten 3-4 Monaten habe ich mich versucht so gut wie möglich auf das Abenteuer Indien vor zu bereiten, doch bereits im Landeanflug musste ich feststellen, dass das für den Arsch war. Allein der Anblick dieser riesen Metropole bei Nacht aus 1km Höhe war so fasziniernd und unvorbereitet und desto näher man dem Boden kam, desto mehr konnte man erahnen wie unwirklich das alles ist. Am Flughafen hatte ich den Vorteil gleich durch die Diplomatenschleuse zu gelangen, um dem Trubel am Gepäckband/Taxistand zu entgehen, wo mich Herr Heidrich, der Leiter des Büros im Militärattacheestab, mit unserem Fahrer abholte.

Dann ging es los!!! Rein in den Mercedes mit fettem Diplomatenkennzeichen und ab durch die Stadt. Es gibt keine Straßennamen, niemand weiß genau wo es lang geht, überall liegen Menschen auf der Straße und schlafgen und es sind drückend heiße 35Grad und das 1h Nachts. Vorbei an engen Gassen, heruntergekommenen Wellblechslums weiter in den Stadtteil Najpat Nagar 1 D-Block. Nach 40min Fahrt erreichten wir dann meine Wohnung, den einzigen Ort in Delhi an dem es noch wärmer als draußen ist! Nach einem Bier und einer kurzen Einweisung verabschiedete sich Herr Heidrich dann gegen 2h um zu seiner Farm außerhalb Neu Delhis aufzubrechen.

Es ist 8h und ich stehe in Anzug bei 38Grad vor meiner Wohznung und werde von Herrn Heidrich abgeholt, da es am ersten Tag wohl etwas zu viel verlangt wäre einen Europäer mit einer Rikscha auf den Weg zu schicken. Das Viertel in dem ich Wohne ist eng, verwinkelt, es laufen Kühe, Affen und Esel auf der Straße herum umgeben von Mio von Menschen, Rikschas, Autos und Palmen. Die meisten Häuser sind alt und heruntergekommen und die Menschen leben-hausen auf 3-5 Quadrtatmetern oder schlafen auf der Straße neben ihrem Fahrrad. Immer wieder dazwischen riesige Tempel, Pferderennbahnen und Shops. Desto weiter wir zum Kern der Stadt vostoßen, desto grüner und schöner wird die Stadt. Riesige Parks mit Palmen und britischen Villen säumen die immer größeren und sauberen Straßen, hier befindet5 sivch auch das Botschaftsviertel. In Chanakyapuri befinden sich fast alle der großen Botschaften von der der USA bis hin zu Japan, Deu... Die Botschaft ist riesig, neu und verdammt gut bewacht. Zäune Doppeltore und Wachpersonal, umgeben von Sicherheitsschleusen... Als erstes bekomme ich mein neues Büro gezeigt, es riesig groß und bestens ausgestattet, wie die ganze Botschaft! Dann werde ich allen Leuten der verschiedenen Abteilungen vorgestellt und habe einen ersten Termin beim Botschafter.

Mein Plan-Befürchtung war es meine Zeit hier ohne Alkohol und mal ganz Vegetarisch zu verbringen. Es gibt jedoch relativ viele junge Leute an der Botschaft, welche sich mit denen der anderen zu einer Community zusammengeschlossen haben um das leben hier zu genießen, was für mich bedeutete, "wir brauchen mal deinen vollen Namen, damit wir dich auf die Gästeliste der schweizer Botschaft schreiben können, da ist heute Poolparty mit Grillen und ordentliche Drinks"!!! Es wurde spät, so viel nur dazu. Der Vortzeil dieser Community ist, dass man als Neuling sofort integriert wird und immer i9rgendetwas ist. Heute Abend steht die verabschiedung von 2 Praktikanten von unserer Botschaft an und wir werden in eine nette Bar gehen. Es ist aber nicht so, dass ich nicht versucht hätte auvch mal in Ruhe durch mein Viertel zu gehen und endlich mal wieder etwas zu schlafgen, nur ist der Unterschied zwischen Botschaftsleben und dem Leben bei mir so krass, dass ich es nicht länger als eine halbe Stunde auf der Straße ausgehalten habe. Die Luft ist stickig, die Sonne knallzt erbarmungslos und du bist der einzige Europäer unter 100000 Indern in ihrem Viertel. Zwar habe ich einen Cooler in meiner Wohnung, nur hat diese eine Temperatur im Schnitt von 35 Grad und die Ventilatoren und der Cooler machen allenfalls Wind, nur machen einen gemütlichen und netten Aufenthalt nahezu unmöglich. Der kleine Park vor meiner Tür, zwischen den Häusern, sieht eigentlich ganz nett aus, nur laufen dort Kühe und Affen inmitten von Menschen herum und keinen interessiert es. Wahrscheinlich werde ich mich daran gewöhnen oder es lässt mich mit der Zeit kalt, nur haben die ersten beiden Tage allein alles übertroffen, was ich mir hätte vorstellen können.

Ich habe jetzt auch eine indische Handynummer (00919818666425), welche man mit Billigvorwahlen aus Deutschland ziemlich günstig erreichen kann und welche für die hiesige Kommunikation unabdingbar ist.

Bei euch ist es jetzt Mittag, ich mach Feierabend, schnapp mir nen Rikscha, fahre nach Hause und melde mich bald wieder!

4 Kommentare 28.6.07 13:04, kommentieren