Lang lang ist es her, dass ich mich aus der schönen Bananenrepublik gemeldet habe, aber mir geht es gut und das Wochenende steht mal wieder vor der Tür.

Es ist immernoch sehr warm, nur wurde Indien und auch Delhi in den letzten Wochen von ziemlich schlimmen Regenfällen heimgesucht und der Monsun zeigt sich von seiner besten Seite. Verwunderlich ist dabei nur, dass im Diplomatenviertel seit 3 Tagen die Wasserversorgung der Stadt zusammengebrochen ist und wir nur noch mit Hilfe von Tankern an "Trinkwasser" kommen. Auch mit der Stromversorgung ist das so eine Sache, denn nicht selten fällt diese für Sekunden, Minuten oder auch mal ein-zwei Stunden aus. Wenn dann die AirConditioner ausfallen und auch kein Wasser mehr da ist, wird einem umso deutlicher vor Augen geführt, dass Indien weit davon entfernt ist eine Wirtschaftsmacht zu werden, geschweigedenn zu sein. Vielmehr ist es eine Bananen/Mangorepublik und ein Entwicklungsland und ich durfte mich schon in einigen Berichten für das Auswärtige Amt und BMVg darüber auslassen Religion und Kastensystem nehmen immernoch eine zentrale Rolle ein und sind allgegenwärtig. Das Indien nicht ganz ungefährlich ist, bemerkt man schnell wenn man ,wie ich, täglich 5 Tageszeitungen lesen darf. Täglich werden Menschen überfallen, Leute überfahren und mit Pakistan, hat Indien einen sehr angenehmen Nachbarn, mit dem es auch noch seit 60 Jahren im Streit lebt. 2003 war hier schon die Botschaft geräumt, weil die Lage zu eskalieren drohte und auch heute noch sind die Raketen in Islamabad auf Delhi und andersherum gerichtet.
Ansonsten war ich letzte Woche beim Taj Mahal, im Hyatt Hotel Brunshen und bei einem Arbeitskollegen auf der Farm zum Fußball spielen. Diese Farmhäuser errinnern mehr an Kollonialvillen, mit eigener Einfahrt, 2-3 Guards, eigenem Fußballplatz, zwei Pools, 5 Gärtner, einem Fahrer..., es lässt sich also ganz gut aushalten. Die Woche über gehe ich oft einkaufen, an den Botschaftspool oder relaxe, da die Arbeit zugenommen hat, dennoch sehr spannend ist. So war ich gestern mit vier europäischen Botschaftern, deren Verteidigungsattachees und der Führungselite von EADS in einer wirklich interessanten Besprechung in der Residenz des Botschafters, um über den Verkauf oder eine einheitliche Marketingstrategie des Eurofighters auf dem indischen Markt zu diskutieren. Man trifft hier fast täglich politische und wirtschaftliche Eliten des Landes und des internationalen Umfeld.

Aber heute Nacht geht es schon in den Urlaub. Ich werde über Bombay nach Südindien fliegen und einen 9-tägigen Surftrip machen. Wird sicher toll, nur der Monsun scheint mir einen kleiunen Strich durch die Rechnung zu machen, nix desto trotz werde ich nur surfen, am Strand oxidieren und lesen. In diesem Sinne wünsche ich euch mal wieder ein schönes Wochenende, genießt den tollen deutschen Sommer und lasst es euch gut gehen.

 

Liebe Grüße aus Delhi
Gregor

10.8.07 09:57, kommentieren

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--- Keine Zeit ---

Ich würde mich ja gerne mal wieder etwas ausführlicher über die Erlebnisse der letzten Wochen äußern, nur lässt es der Arbeitsaufwand an der Botschaft im Moment nicht zu. Denn die politische Führung Deutschlands, der EU sowie große teile der Rüstung nutzen die Sommerpause, um Staatsbesuche in Indien abzuhalten. Dementsprechend gibt es viel zu tun, viele Hände zu schütteln und auch an den Abenden dienstlich unterwegs sein.

Deshalb nur ganz kurz. Vor 2 Wochen war ich das ganze Wochenende damit beschäftigt von einem Empfang zur nächsten Party oder Verabschiedung zu rennen, europ. Essen zu genießen und jede Menge Champus zu trinken.

Auch mal ganz nett, aber erst nach dem 5.Glas wirklich schön. 

Die letzte Woche war ich für 4 Tage in Nepal. Habe Kathmandu und die alten Königsstädte besichtigt, war im Vorhimalaya auf den Hillstations und bin zum Mt.Everest geflogen. Wirklich faszinierend und irgendwie unwirklich wenn man dann dort ist und vor einem das Dach der Welt. Man fühlt sich dann als wäre man am Ende dieser. Ich habe wieder einmal sehr viel gesehen und noch mehr erlebt.

Für heute bin ich fertig, bei uns ist es 5pm und ich fahre jetzt nach Hause. Ich werde das Wochenende mal in Delhi verbringen, relaxen, shoppen... und mal wieder etwas ausführlicher über all das hier berichten.  

Also lasst es euch gut gehen, hier sind wie immer 40Grad, ich mach Feierabend.

Liebe Grüße aus Delhi 

26.7.07 13:38, kommentieren

 

Wenn innerhalb von 40 Minuten eine ganze Stadt absäuft, nennt man das Monsum!

 

So gestern geschehen und eigentlich ganz nett anzusehen, wenn man nicht mit Anzug in einer Rikscha sitzt und zu einem Termin will.
So ihr Lieben. Wieder mal ist es Freitag und ich warte auf den Startschuss ins Wochenende. Hinter mir liegt eine relativ ruhige Woche was das Arbeiten angeht, eine umso ereignissreichere was den Rest betrifft. Letztes Wochenende durfte ich Samstag 4:30h aufstehen um zum Bahnhof Delhi's zu fahren. Völlig untypisch waren die Straßen leergefegt und kein Mensch, außer den am Straßenrand schlafenden Rikschafahren, war zu sehen. In einer 17 Mio Metropole wie Neu Delhi ein wirklich seltener Anblick! Das ganze änderte sich jedoch schlagartig mit den ersten Sonnenstrahlen an der MainTrainStation, wo bereits gegen 5h früh tausende von Menschen auf die Züge warteten. Nachdem wir uns zu unserem Gleis durchgekämpft hatten ging es ab in den Jhadabti nach Jhansi. Wenn man 2.Klasse mit AirConditioner fährt, sind die Plätze reserviert, man wird ähnlich wie im Flugzeug betreut und es lässt sich ganz gut aushalten. Fährt man jedoch unter dieser, was 99% der Inder aufgrund ihrer Armut tun müssen hat man ein Problem. Denn dann sehen die Wagen denen der Deportationszüge zum verwechseln ähnlich, stört den Inder aber nicht!!! Vor uns eine 5h Fahrt durch unendlich weite Landschaft, vorbei an riesigen Reisfeldern, Palmen, Felsformation. Bereits hier lässt sich langsam erahnen wie groß und facettenreich dieses Land ist. Ich sitze wirklich nur da und schaue aus dem Fenster und denke über Gott und die Welt nach, wie eigentlich ziemlich oft hier. Nach 5h erreichen wir 7, sogar pünktlich, Jhansi um uns von dort auf 2 Rikschas aufgeteilt die 18km nach Orcha fahren zu lassen. Dort befinden sich riesige Tempelanlagen inmitten einer unrealen Welt. Wo vor 1500 Jahren schon die Maharatschas regierten, scheint die Zeit sich sehr viel langsamer zu drehen. Weiße Menschen haben die Bewohner anscheinend schon sehr lange nicht gesehen, denn wir sind eine echte Attraktion. Nachdem uns am Vormittag die Sonne fast das umherlaufen fast unmöglich machte, kam pünktlich nach der Mittagspause (7 Personen, Essen und Trinken= 4 Euro) der Monsum. Wir konnten uns grade noch in eine kleine hinduistische Kapelle retten, die völlig allein auf einem Hügel stand und Wohnort eines Mönches war. Die Nacht verbrachten wir dann zu 7. in einem Doppelzimmer, da der Ort für einen solche Touristenansturm nicht gewappnet war.

Sonntag hieß es dann wieder 5h aufstehen, fertig machen und ab in den bestellten Jepp! Scheisse wars. Indisch pünktlich kam unser Fahrer dann gegen 7h, um zwanzig Min später, mitten in der indischen Pampa, einen Platten zu haben. Naja nach 1h konnten wir dann endlich zum zweiten Teil des Tripps, einer 3h Überlandfahrt nach Khaschuraho aufbrechen. 3h auf einer einzigen Straße, wieder durch wahnsinns Landschaften, durch kleine Dörfer, in denen jeder 8. über Elektrizität und fließend Wasser verfügt, einfach herrlich. In K. erwarteten uns dann wieder riesige "Pornotempel", mit Skulpturen von Massenorgien von Mann und Frau, Frau und Frau, Mann und Pferd... und das ganze 1000 Jahre alt. Kaum vorzustellen, wenn man den umgang der Inder mit Sexualität in der heutigen Zeit sieht. Im Schnitt bis 26,9 Jungfrau, versprochene Ehepartner, Kastenwesen... Aber sehr interessant. Nach zwei sehr kurzen Nächten kamen uns die 8h Rückfahrt nach Delhi sehr recht.

Den Hauptpreis auf der Rückfahrt habe ich gewonnen, denn als einziger von uns 7, überrascht mich mein Körper gegen 3:30h, wieder zuhaus in Delhi, mit schönen Magenkrämpfen und Kotzattacken. Der Grund das leckere Essen im Zug. Dementsprechend waren der Montag und Dienstag auch gelaufen, da ich mit Fieber und der Kotzerei im Bett lag. Ab Mittwoch ging es jedoch wieder steil bergauf. Mittlerweile kann ich wieder feste Nahrung zu mir nehmen und es ist auch schon Freitag. Der MOnsum setzt der Stadt etwas zu, da man das mit europ. Verhältnissen nicht vergleichen kann. Denn es schüttet innerhalb kürzester Zeit aus allen Rohren und genauso schnell steht die Halbe Stadt unter Wasser. Dumm wenn man dann in der Rikscha sitzt und auf dem Weg zur Botschaft ist. Denn selbstverständlich setzt der LKW neben uns zum überholen an, fährt durch einen kleinen See auf der Straße und das ganze Wasser schießt durch die nicht vorhandene Seitentür mir voll ins Gesicht!!!

Das Wochenende wird lang und hart. Heute Abedn zu einer Verabschiedung einer Kollegin, Morgen zur Franz. Botschaft (Nationalfeiertag) und Sonntag zu Herr Heidrich Poolparty

In diesem Sinne allen ein schönes Wochenende und passt auf euch auf! Grüße aus NeuDelhi

1 Kommentar 13.7.07 10:06, kommentieren

 

"Good Morning. This is Lieutenant Hain. German Embassy Delhi, Defence Section"

 

Klingt nach Kompetenz und Sicherheit, bin aber nur ich.

Naja seit mittlerweile 8 Tagen wohne/lebe ich im schönen Neu Delhi. Es ist immernoch sehr warm, Nachts sinken die Temperaturen nicht unter 30 Grad und daran wird sich in absehbarer Zeit auch nix ändern. Hinter mir liegt ein langes Wochenende und eine spannende Woche. Mittlerweile bin ich aus meiner alten Wohnung ausgezogen und wohne nun direkt im Botschaftsviertel, bei einer reichen indischen Familie zur Untermiete. Der Vorteil ist, ich lauft 15min zur Botschaft und kann nachts endlich wieder schlafen!!! Denn meine alte Wohnung war der einzige Ort in Delhi, welcher noch wärmer war als der Rest der Stadt und ohne AirConditioner war das ganze eine ziemliche Herausforderung. Freitag waren wir im Kino und haben uns "Die Hard 4.0 angeschaut, was an sich nicht weiter wild ist, nur sitzt man neben völlig aufgeregten und mitfiebernden Inder, dann wird das ganze zu einem wahren Erlebnis. Samstag lag ich den ganzen Tag am Botschaftspool und am Abend ging es dann zur ersten Homeparty auf indischem Boden. Meine Kollegin Eva hat eine WG mit zwei weiteren netten Ladys von der GTZ (Gemeinschaft für technische Zusammenarbeit) und der Deutschen Außen- und Handelskammer. Bei solchen Events oder den wöchentlichen Treffen der Organisationen lernt man dann die europäische Community richtig kennen. Diese reicht von Angehörigen der Botschaft über Selbständige bis hin zu Volvomitarbeitern. Und was soll ich sagen, es geht ganz gut zur Sache.

Der Hammer sind jedoch die Preisunterschiede die man je nach Lebensstil erfährt. So war ich bspw am Donnerstag mit Herr Heidrichs Fahrer Lois beim Friseur, wo ich inkl Waschen, Schneiden und Kopfmassage 30 RS. also 60Cent bezahlt habe. Am Sonntag dagegen war ich mit Claudia und ihrer Freundin aus dem Generalkonsulat aus Bombay, beim Brunsh im Metropolitan Hotel Delhi für schlappe 2000 RS (40 Euro). Dafür gab es dann aber auch standesgemäß Champanger, Schrimps, Hummer... So wie die Preisunterschiede hier, so unterscheidet sich auch das Leben. Fährt man mit der Rikscha durch die Stadt, so kann sich von einer zur anderen Straßenseite das komplette Bild ändern. Auf der einen Seite steht die riesige Villa im Kolonialstil, bewacht von 3 Polizisten und auf der anderen Seite schlafen die 6-jährigen auf dem Boardstein neben einer Wanderbaustelle auf der sie tagsüber schön Steine schleppen dürfen. Anfangs ist man noch entsetzt, nur verdrängt man dies mit der Zeit gezwungener Maßen. Trotz alledem sind die meisten Inder nette Leute und haben sich mit ihrem Schicksal, religionsbedingt, abgefunden. Ledigliche Rikschafahrer sind die größten Verbrecher! Seit 6 Tagen auf Achse, entweder total voll oder auf Opium, blickt man durch den Rückspiegel oft dem Tod in die Augen. Aber um am indischen Straßenverkehr teilzunehmen wahrscheinlich genau das Richtige!!!

So allmälig setzt auch hier der Monsum ein, welcher in den letzten Wochen schon Bombay und Calcutta völlig überflutet und deren Stromversorgung und den Flugverkehr zusammenbrechen lassen hat. Das Problem dabei ist, dass die Temperaturen konstant bleiben und die Luftfeuchte auf 100% steigt. Deshalb explodieren dann widerrum die Infektionszahlen von Malaria und Dengefiber, aber no risc no fun. Kann natürlich auch nach hinten los gehen, denn wenn man das zweite mal mit Denge infiziert wird, war es das!!! Darüber hinaus macht einem das heimische Essen ebenfalls etwas zu schaffen. Sau scharf, echt lecker, aber leider nicht immer sehr hygienisch. So hat es mich Mittwoch Nacht komplett erlegt. Am Abend noch schön mit Claudia in "Apne" einem Bollywoodfilm auf Hindu, herrlich!!! und in der Nacht keine Sekunde geschlafen weil ich nur Magenkrämpfe vom Feinsten hatte. Mittlerweile hat sich die Lage beruhigt, das Wochenende steht vor der Tür und die erste Tour durch Indien inkl Zugfahrt, Tempelbesichtigung... liegt an!

 

Ich mach jetzt Schluss, geh an den Pool und wünsch euch allen ein super Wochenende, tolles Wetter (hab euren Wetterbericht gelesen) und lasst es euch gut gehen!!!

1 Kommentar 5.7.07 13:52, kommentieren

 

Namaste aus Neu Delhi!

 

Seit fast 2 Tagen bin ich jetzt im schönen Indien-Neu Delhi und es ist einfach nur krass!!!

Aber ganz von Anfang an. Es ist Montag morgen 8h und ich sitze im schönen Linienjet von FinnAir auf dem Weg nach Helsinki. Glücklicherweise ist dieser nicht ganz voll und ich habe eine Sitzreihe für mich allein. In Helsinki sind es geschlagene 11Grad und Regen, herrlich. Als ich dann in den großen Airbus einchecken will, zieht mich eine nette Stuardess bei Seite und sagt mir, "we have a litle Problem with your reservation Sir... but now you're upgraded to Buisness Class". Das heißt, Ligestuhl mit 2 Fernsehern, eigene Sitzreihe, eigene Stuardess, Champaner, 3-Gänge Menü und rundum Service, der absolute Hammer.

In den letzten 3-4 Monaten habe ich mich versucht so gut wie möglich auf das Abenteuer Indien vor zu bereiten, doch bereits im Landeanflug musste ich feststellen, dass das für den Arsch war. Allein der Anblick dieser riesen Metropole bei Nacht aus 1km Höhe war so fasziniernd und unvorbereitet und desto näher man dem Boden kam, desto mehr konnte man erahnen wie unwirklich das alles ist. Am Flughafen hatte ich den Vorteil gleich durch die Diplomatenschleuse zu gelangen, um dem Trubel am Gepäckband/Taxistand zu entgehen, wo mich Herr Heidrich, der Leiter des Büros im Militärattacheestab, mit unserem Fahrer abholte.

Dann ging es los!!! Rein in den Mercedes mit fettem Diplomatenkennzeichen und ab durch die Stadt. Es gibt keine Straßennamen, niemand weiß genau wo es lang geht, überall liegen Menschen auf der Straße und schlafgen und es sind drückend heiße 35Grad und das 1h Nachts. Vorbei an engen Gassen, heruntergekommenen Wellblechslums weiter in den Stadtteil Najpat Nagar 1 D-Block. Nach 40min Fahrt erreichten wir dann meine Wohnung, den einzigen Ort in Delhi an dem es noch wärmer als draußen ist! Nach einem Bier und einer kurzen Einweisung verabschiedete sich Herr Heidrich dann gegen 2h um zu seiner Farm außerhalb Neu Delhis aufzubrechen.

Es ist 8h und ich stehe in Anzug bei 38Grad vor meiner Wohznung und werde von Herrn Heidrich abgeholt, da es am ersten Tag wohl etwas zu viel verlangt wäre einen Europäer mit einer Rikscha auf den Weg zu schicken. Das Viertel in dem ich Wohne ist eng, verwinkelt, es laufen Kühe, Affen und Esel auf der Straße herum umgeben von Mio von Menschen, Rikschas, Autos und Palmen. Die meisten Häuser sind alt und heruntergekommen und die Menschen leben-hausen auf 3-5 Quadrtatmetern oder schlafen auf der Straße neben ihrem Fahrrad. Immer wieder dazwischen riesige Tempel, Pferderennbahnen und Shops. Desto weiter wir zum Kern der Stadt vostoßen, desto grüner und schöner wird die Stadt. Riesige Parks mit Palmen und britischen Villen säumen die immer größeren und sauberen Straßen, hier befindet5 sivch auch das Botschaftsviertel. In Chanakyapuri befinden sich fast alle der großen Botschaften von der der USA bis hin zu Japan, Deu... Die Botschaft ist riesig, neu und verdammt gut bewacht. Zäune Doppeltore und Wachpersonal, umgeben von Sicherheitsschleusen... Als erstes bekomme ich mein neues Büro gezeigt, es riesig groß und bestens ausgestattet, wie die ganze Botschaft! Dann werde ich allen Leuten der verschiedenen Abteilungen vorgestellt und habe einen ersten Termin beim Botschafter.

Mein Plan-Befürchtung war es meine Zeit hier ohne Alkohol und mal ganz Vegetarisch zu verbringen. Es gibt jedoch relativ viele junge Leute an der Botschaft, welche sich mit denen der anderen zu einer Community zusammengeschlossen haben um das leben hier zu genießen, was für mich bedeutete, "wir brauchen mal deinen vollen Namen, damit wir dich auf die Gästeliste der schweizer Botschaft schreiben können, da ist heute Poolparty mit Grillen und ordentliche Drinks"!!! Es wurde spät, so viel nur dazu. Der Vortzeil dieser Community ist, dass man als Neuling sofort integriert wird und immer i9rgendetwas ist. Heute Abend steht die verabschiedung von 2 Praktikanten von unserer Botschaft an und wir werden in eine nette Bar gehen. Es ist aber nicht so, dass ich nicht versucht hätte auvch mal in Ruhe durch mein Viertel zu gehen und endlich mal wieder etwas zu schlafgen, nur ist der Unterschied zwischen Botschaftsleben und dem Leben bei mir so krass, dass ich es nicht länger als eine halbe Stunde auf der Straße ausgehalten habe. Die Luft ist stickig, die Sonne knallzt erbarmungslos und du bist der einzige Europäer unter 100000 Indern in ihrem Viertel. Zwar habe ich einen Cooler in meiner Wohnung, nur hat diese eine Temperatur im Schnitt von 35 Grad und die Ventilatoren und der Cooler machen allenfalls Wind, nur machen einen gemütlichen und netten Aufenthalt nahezu unmöglich. Der kleine Park vor meiner Tür, zwischen den Häusern, sieht eigentlich ganz nett aus, nur laufen dort Kühe und Affen inmitten von Menschen herum und keinen interessiert es. Wahrscheinlich werde ich mich daran gewöhnen oder es lässt mich mit der Zeit kalt, nur haben die ersten beiden Tage allein alles übertroffen, was ich mir hätte vorstellen können.

Ich habe jetzt auch eine indische Handynummer (00919818666425), welche man mit Billigvorwahlen aus Deutschland ziemlich günstig erreichen kann und welche für die hiesige Kommunikation unabdingbar ist.

Bei euch ist es jetzt Mittag, ich mach Feierabend, schnapp mir nen Rikscha, fahre nach Hause und melde mich bald wieder!

4 Kommentare 28.6.07 13:04, kommentieren

 

Hallo meine Lieben.

 

Heute ist der 12.06.2007 und in 14 Tagen werde ich die schöne Heimat verlassen um ins ungewisse Indien aufzubrechen.

Mehrere Monate intensiver Planung liegen hinter mir, angefangen von einem ersten E-Mail Kontakt, mit dem Miltärattachee´ an der deutschen Botschaft in Neu Delhi, Anfang Januar, bis hin zu langen Telefonaten mit dem Sekretär der Botschaft.
Tja und mittlerweile habe ich eine 3-Zimmer Wohnung in Neu Delhi, übrigens meine Erste eigene, einen tollen, neuen und biometrischen Reisepass, 6 Impfungen gegen Typhus..., ein Visum für Indien und meine Flugtickets.
Heute durfte ich auch meine erste Malariatablette einnehmen, welche einige unerhebliche Nebenwirkungen hat:

" ...können während der Einnahme von Lariam psychische Veränderungen
wie akute Angst, Depressionen, Halluzinationen, Paranoia, Unruhe oder Verwirrtheit auftreten..."

" ...wurde über seltene Fälle von Neigung zu Selbstmord und
Selbstmord berichtet..."

Na dann Prost Mahlzeit!!!

4 Kommentare 12.6.07 23:19, kommentieren